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Wanzen und Zikaden

Zusammenfassung

  • Wanzen und Zikaden sind in Gärten sehr zahlreich.
  • Sie haben einen Saugrüssel, mit dem sie tierische oder pflanzliche Nahrung aufnehmen.
  • Einige pflanzenfressende Arten sind Schädlinge.
  • Die räuberisch lebenden Arten sind wichtige Nützlinge.
  • Die meisten Arten überwintern als Eier im Boden oder hinter Baumrinde.

Kurzbeschreibung

Wanzen und Zikaden gehören zu den sogenannten Schnabelkerfen, zu denen auch die Blattläuse zählen. Schnabelkerfen sind wortwörtlich «geschnäbelte Insekten»: Kerfen ist ein etwas aus der Mode geratener Begriffe für Insekten. Die Gruppe ist artenreich und weit verbreitet, besonders die Wanzen. Sie sind in praktisch allen Lebensräumen anzutreffen: vom offenen Ozean, zu Wald und Wiese, über den Gartenteich bis hin zum Hotelzimmer... Gemeinsam ist ihnen der Saugrüssel, ein stechend-saugendes Mundwerkzeug, mit dem sie tierische und pflanzliche Zellen anstechen und aussaugen. Auch in Gärten kommen sie sehr zahlreich vor. Nicht selten werden Wanzen und Zikaden mit gekauften Zierpflanzen eingeschleppt. Das kann zum Problem werden, da sie Pflanzen bei starkem Befall schädigen und sogar gefährliche Pflanzenkrankheiten übertragen können. Viele Arten sind jedoch harmlos oder sogar wichtige Gartenbewohner: Räuberisch lebenden Wanzen etwa sind wichtige Nützlinge, da sie sich von Schädlingen wie Spinnmilben, kleinen Raupen und Blattläusen ernähren.

Praxistipps

  • Zikaden erkennt man an der dachförmigen Flügelhaltung und den im Vergleich zu Wanzen wenig verhärteten Vorderflügeln. Der Saugrüssel entspringt an der Unterseite des Kopfes. 
  • Wanzen gleichen Käfern, da sie wie diese verhärtete Vorderflügel und keine dachförmige Flügelhaltung haben. Im Gegensatz zu Käfern haben sie jedoch einen Saugrüssel, der wie bei den Zikaden an der Unterseite des Kopfes entspringt.
  • Die stinkenden Wanzensekrete einiger Arten sind für den Menschen ungiftig. 
  • Viele Wanzen und vor allem Zikaden sind auf bestimmte Nahrungspflanzen spezialisiert. Je mehr unterschiedliche Pflanzen also in Ihrem Garten stehen, desto mehr Arten können gefördert werden.
  • Raubwanzen fördert man mit einer blütenreichen, vielfältigen Vegetation und indem man auf Insektizide verzichtet.
  • Wasserwanzen wie Rückenschwimmer und Wasserläufer besiedeln gerne Gartenteiche.
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