Glühwürmchen
Zusammenfassung
- Glühwürmchen sind Käfer.
- Es gibt mehrere Arten in der Schweiz.
- Die Larven ernähren sich von Schnecken.
- Glühwürmchen leiden unter Kunstlicht.
Kurzbeschreibung
Der Name des Glühwürmchens ist ziemlich irreführend, denn es ist weder ein Wurm, noch glüht es. Es gehört zu den Käfern und das Glühen ist eigentlich ein Leuchten, das durch Biolumineszenz entsteht. Den Grossteil ihres Lebens verbringen Glühwürmchen im Larven-Stadium, nämlich 2-3 Jahre. Die erwachsenen Tiere leben dann nur noch wenige Tage bis Wochen, in denen sie nichts mehr fressen und sich ausschliesslich auf die Fortpflanzung konzentrieren. Hier kommt auch das Leuchten zum Einsatz: Das Weibchen kann nicht fliegen und platziert sich leuchtend an gut sichtbaren Stellen wie Böschungen, Weg-, Wald- oder Heckenrändern. Die Männchen halten fliegend nach dem Leuchten der Weibchen Ausschau. Nach der Paarung legt das Weibchen die Eier auf dem Boden ab und stirbt. Glühwürmchen stellen hohe Ansprüche an ihren Lebensraum. Sie brauchen abwechslungsreiche Gärten mit vielen Schnecken, Unterschlüpfen und offenen, schütter bewachsenen Stellen.
Praxistipps
- Auf Kunstlicht im Garten verzichten! Kunstlicht wirkt sich negativ auf die Fortpflanzung aus: Die Männchen werden bei ihren Suchflügen gestört und die Weibchen werden schlechter von ihnen gesehen, wenn sie sich unter einer anderen Lichtquelle positionieren. Kunstlicht führt also zu weniger Nachkommen!
- Schnecken nicht bekämpfen: Die Larven der Glühwürmchen ernähren sich von Schnecken, sowohl von Nackt- als auch von Häuschenschnecken.
- Alte Gärten erhalten.
- Auf Laubbläser verzichten.
