Bläulinge
Zusammenfassung
- Bläulinge sind eine Tagfalterfamilie mit eher kleinen Arten.
- Typisch sind die blau gefärbten Flügel der Männchen.
- Viele Bläulinge leben zusammen mit Ameisen.
- Wichtige Raupenfutterpflanzen sind Leguminosen, Ampfern, Storchenschnäbel und der Faulbaum.
- Im Garten besuchen die Falter vor allem die Blüten von Oregano, Pfefferminze und wildem Thymian.
Kurzbeschreibung
Der Name Bläuling kommt von der Farbe der Falter: viele der männlichen Tiere dieser Tagfalterfamilie haben nämlich blaue Flügel. Es gibt aber auch Arten, die eher rötlich oder braun gefärbt sind. Viele Bläulinge leben zusammen mit Ameisen und sind von ihnen abhängig. Die Raupen ernähren sich entweder räuberisch von den Larven der Ameisen oder werden von diesen gefüttert. Sie haben dabei unterschiedliche Strategien, um nicht als Eindringling wahrgenommen zu werden. Einige Arten sondern z.B. den gleichen Geruch ab wie die Ameisenlarven. Es gibt aber auch reine Pflanzenfresser, wie z.B. der Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus). Er ist der in Mitteleuropa am weitesten verbreitete Bläuling und auch in Gärten anzutreffen, besonders beim Nektarsaugen an Oregano, Pfefferminze und wildem Thymian. Die Eier werden in Wiesen an verschiedene Kleearten abgelegt, die als Raupenfutter dienen. Damit sich der Hauhechel-Bläuling ungestört entwickeln kann, sollte eine Wiese nur selten gemäht und betreten werden.
Praxistipps
- Blumenwiesen anlegen: Viele Raupenfutterpflanzen sind Wiesenpflanzen, besonders Arten von nährstoffarmen Wiesen und Ruderalstandorten.
- Die Wiese nur selten mähen und wenig nutzen, damit sich die Bläulinge ungestört entwickeln können.
- Wichtige Raupenfutterpflanzen sind Sauerampfern und Leguminosen (Schmetterlingsblütler) wie Wund-, Honig-, Hufeisen-, Horn-, und Rotklee, Luzerne und Esparsette. Einige Arten fressen auch Storchenschnabelgewächse, Blutweiderich und Brombeeren.
- Wildhecken pflanzen: Der Faulbaum-Bläuling (Celastrina argiolus) legt seine Eier gerne auch an Faulbaum und Hartriegel ab.
- Geeignete Nektarpflanzen für Falter sind unter anderem Pfefferminzen, Oregano, wilder Thymian, Leguminosen, Skabiosen sowie Körbchenblütler wie Disteln, Wasserdost, Flockenblumen und Margeriten.
