Regenwürmer
Zusammenfassung
- Regenwürmer produzieren fruchtbare Erde und lockern den Boden.
- Sie können bis zu 10 Jahre alt werden.
- Einige Regenwurmarten leben im Boden, andere auf dem Kompost.
- Regenwürmer sind wichtige Nahrungsquellen vieler Gartentiere.
Kurzbeschreibung
Der Regenwurm ist der heimliche Star des Gartens: Er frisst Erde und abgestorbene Pflanzenbestandteile und scheidet sie verdaut in Form von Häufchen wieder aus, die der idealen Gartenerde entsprechen. Damit leistet er einen enormen Anteil an die Fruchtbarkeit des Bodens. Zudem lockert er durch sein Wühlen den Boden auf und versorgt Pflanzenwurzeln und Bodenleben mit Sauerstoff. Gleichzeitig sind Regenwürmer Nahrungsquelle vieler Gartentiere. Bis zu zehn Regenwurmarten können in Gärten vorkommen: Es gibt Arten, wie der gemeine Regenwurm (Lumbricus terrestris), die im Boden leben. Man kann sie im Garten dabei beobachten, wie sie im Rasen Falllaub in ihre Röhren ziehen: die Blätter stellen sich dabei auf. Andere Arten wie der Kompostwurm (Eisenia foetida) fühlen sich im Kompost am wohlsten. Regenwürmer sind Zwitter und befruchten sich gegenseitig. Danach werden die Eier in Kokons abgelegt, aus denen die Würmchen schlüpfen. Geschlechtsreif sind Regenwürmer nach 1-2 Jahren und sie können bis zu 10 Jahre alt werden! Es ist noch unklar, warum sie bei Regen aus ihren unterirdischen Gängen an die Oberfläche kommen, denn eigentlich können sie viele Stunden in Wasser überleben. Im Winter und bei Trockenheit ziehen sich Regenwürmer tief in den Boden zurück und bilden einen Knäuel.
Praxistipps
- Abgestorbenes Pflanzenmaterial möglichst an Ort und Stelle im Garten verrotten lassen.
- Für überschüssiges Pflanzenmaterial und organische Abfälle einen Kompost, Ast- und Laubhaufen errichten.
- Auf mineralische Dünger (Kunstdünger) verzichten.
- Den Boden mit Mulch bedecken.
- Regenwürmer im Rasen nicht bekämpfen, sondern die Häufchen einfach verrechen, falls sie stören.
