Libellen
Zusammenfassung
- Libellen brauchen Gewässer für ihre Entwicklung.
- Larven und Adulte sind Räuber.
- Libellen sind sehr mobil und finden neu angelegte Gartenteiche sofort.
- Libellenlarven werden von Fischen gefressen.
Kurzbeschreibung
Die erste Strophe von Heinrich Heines Gedicht «Die Libelle» lautet: «Es tanzt die schöne Libelle wohl auf des Baches Welle; Sie tanzt daher, sie tanzt dahin, Die schimmernde, flimmernde Gauklerin» und beschreibt den typischen Flugstil einer Libelle. Dieser kommt dadurch zustande, dass Libellen ihre beiden Flügelpaare einzeln steuern und dadurch ruckartige Richtungswechsel vollziehen können. Einige Arten fliegen sogar rückwärts – und das mit bis zu 50 km/h! Ungewöhnlich ist auch, dass die Muskulatur direkt am Flügel andockt und somit ein direkter Antrieb besteht. In der Schweiz leben etwa 60 Libellenarten. Je nach Art werden die Eier auf verschiedene Unterlagen wie Wasserpflanzen, Baumstämme oder direkt auf der Wasseroberfläche abgelegt. Larven benötigen teils mehrere Jahre, bis sie sich zum adulten Tier entwickeln, wobei die typischen Larvenhüllen (Exuvien) zurückbleibt. Einige Libellenarten sind sehr mobil und entdecken neu angelegte Gartenteiche extrem schnell: teils noch bevor ein Teich vollständig mit Wasser gefüllt ist! Da Libellen recht unterschiedliche Ansprüche an ihren Lebensraum haben, kann sich die Artenzusammensetzung in Gartenteichen über die Jahre stark verändern - wie der Teich selbst!
Praxistipps
- Besonnte Gartenteiche mit einem natürlichen, abwechslungsreichen Ufer und einem kiesigen oder tonigen Teichboden bieten vielen Arten günstige Bedingungen.
- Auch die Teichumgebung beachten: Lichte, sonnige Gärten mit grossen Wiesenflächen und nicht zu dicht stehenden Gehölzen sind für viele Arten geeignet und reich an Insekten.
- Den Teich nicht zu häufig und nur abschnittweise von Algen und Wasserpflanzen befreien.
- Einige dürre Pflanzenstängel am Teichufer als Sitzwarten stehen lassen.
- Auf Fische im Gartenteich verzichten.
