Bodenleben
Zusammenfassung
- In einem Kilogramm Gartenboden gibt es mehr Lebewesen als Menschen auf der Erde.
- Das Bodenleben ist essenziell für die Bodenfruchtbarkeit.
- Das Bodenleben wird in Mikro-, Meso-, Makro- und Megafauna eingeteilt.
- Den grössten Teil der Lebewesen im Boden machen Bakterien und Pilze aus.
- Komposterde ist besonders fruchtbar und enthält viele Mikroorganismen.
Kurzbeschreibung
Schon 1 kg Erde aus Ihrem Garten ist Lebensraum für Milliarden von Lebewesen. Das Bodenleben lässt sich in Mikro-, Meso-, Makro- und Megafauna unterteilen. Zur Mikrofauna gehören Bakterien, Amöben oder Fadenwürmer. Gerade Bakterien sind enorm wichtig für den Boden und machen zusammen mit Pilzen über drei Viertel des Bodenlebens aus. Milben und kleine, flugunfähige Insekten, Springschwänze genannt, gehören zur Mesofauna. Die Makrofauna setzt sich aus grösseren Insekten und deren Larven, Spinnen, Asseln oder Regenwürmern zusammen. Noch grössere Tiere wie Maulwürfe oder Wühlmäuse gehören zur Megafauna. Das Bodenleben ist ein essenzieller Bestandteil des Gartens, denn ohne es würde der Boden seine Fruchtbarkeit für Pflanzen verlieren. Deshalb ist es so wichtig, das Bodenleben zu erhalten und zu fördern - selbst im allerkleinsten Garten!
Praxistipps
- Abgestorbenes Pflanzenmaterial möglichst an Ort und Stelle im Garten verrotten lassen.
- Für überschüssiges Pflanzenmaterial und organische Abfälle einen Kompost, Ast- und Laubhaufen errichten.
- Komposterde im Garten als Dünger und Mulch verwenden.
- Auf mineralische Dünger (Kunstdünger) verzichten.
- Mischkulturen bzw. eine grosse Vielfalt an Pflanzen fördert die Aktivität des Bodenlebens.
- Das Umgraben so weit wie möglich reduzieren.
- Den Boden mit Mulch bedecken.
- Auf Laubbläser verzichten.
