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Solitärbienen

Zusammenfassung

  • Solitärbienen sind wertvolle Bestäuber.
  • Solitärbienen haben einen hohen Pollenbedarf.
  • Sie können mit geeigneten Pollenpflanzen im Garten leicht gefördert werden.
  • Nistplätze und Nahrungsquellen von Solitärbienen sollten so nah wie möglich beieinander liegen.
  • Die meisten Arten nisten im lockeren, schütter bewachsenen Boden, nicht in «Insektenhotels».

Kurzbeschreibung

Solitärbienen sind – wie es der Name schon sagt – Einzelgängerinnen. Im Gegensatz zu Honigbienen und anderen sozialen, staatenbildenden Bienen und Wespen haben sie keine Königin: Jedes Weibchen kann sich fortpflanzen. Ab März kann man erst die Männchen und später die Weibchen einzelner Arten beim Fliegen beobachten. Andere Arten fliegen erst ab Juni. Jedes Weibchen kümmert sich alleine um den Nestbau und das Heranschaffen von Pollen und Nektar. Wenn der Nachwuchs schlüpft, sind die Mütter aber meist schon gestorben. Die Larven verpuppen sich und überwintern als Puppe oder als fertig entwickeltes Insekt. Insgesamt dauert der Lebenszyklus der Solitärbienen etwa ein Jahr. Je nach Art nisten sie in selbstgemachten oder bestehenden Hohlräumen im Boden, zwischen Steinen, im Totholz, in abgestorbenen Pflanzenstängeln und sogar in leeren Schneckenhäusern. Für den Nachwuchs müssen die Weibchen sehr viel Pollen sammeln, deshalb fliegen sie unzählige Blüten an und sind hervorragende Bestäuberinnen.

Praxistipps

  • Solitärbienen können tausende Blüten am Tag bestäuben. Wichtig ist allerdings, dass das Angebot an Blüten nicht zu weit vom Nest der Bienen entfernt ist. Die meisten Bienen fliegen nämlich nur Distanzen von wenigen hundert Metern, und ein offenes Nest lockt Parasiten an.
  • Da unterschiedliche Bienenarten unterschiedliche Niststrategien haben, ist es sinnvoll, ein breites Angebot an Nistplätzen anzubieten: Das können Bienenhotels sein, aber die meisten Arten benötigen offenen, locker bewachsenen Boden, zum Beispiel in den sandigen Fugen von Wegen und Plätzen.
  • Lassen Sie abgestorbene Baumstrünke, alte Bäume, Totholz und dürre, markhaltige Pflanzenstängel im Garten: Sie bieten wertvolle Nistplätze.
  • Unter den Solitärbienen gibt es bezüglich der Nahrungsvorlieben sowohl Generalisten als auch Spezialisten. Mit einer grossen Auswahl an verschiedenen Blumen und Blüten lassen sich zahlreiche Arten fördern.
  • Solitärbienen benötigen viel Pollen: von jedem Blumentyp so viele Pflanzen wie möglich anbieten.
  • Besonders wertvolle Nahrungspflanzen in Gärten sind: Obstbäume, Weiden, Glockenblumen, Natterkopf, Skabiosen, Witwenblumen, Lauch-Arten (Allium-Arten), Reseden, Blut- und Gilbweiderich, Hahnenfuss-Arten und Efeu. Dazu kommen folgende Pflanzenfamilien: Hülsenfrüchtler (besonders Klee- und Hornklee-Arten, Luzerne und Esparsette), Körbchenblütler (besonders Flockenblumen, Esel- und Kugeldistel, Wegwarte, Habichtskräuter und andere gelbblühende, Löwenzahn-ähnliche Arten, Alant, Färberkamille, Schafgarben, Rainfarn und Ochsenauge) und Lippenblütler (besonders Ziest-, Salbei-, und Gamander-Arten) und Kreuzblütler (besonders grossblühende Arten wie Kohl, Senf, Rettich-Arten, Schöterich, aber auch Färberwaid).

 

 

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