Florfliegen
Zusammenfassung
- Florfliegen sind grüne, längliche Insekten mit grossen Flügeln.
- Die Larven (Blattlauslöwen) sind natürliche Fressfeinde von Blattläusen.
- Adulte Tiere ernähren sich von Pollen, Nektar und Honigtau.
- Die Gemeine Florfliege braucht geschützte Plätze zum Überwintern.
Kurzbeschreibung
Florfliegen sind mit ihrer grünen Farbe und ihren gold-schimmernden Augen schöne, auffällige Insekten. Florfliegen gehören zur Insektenordnung der Netzflügler: typisch sind die grossen, netzartig geäderten Flügel, die sie wie ein Dach über den Hinterleib legen. Als Flieger haben Florfliegen einen schlechten Ruf, sie können sich aber mit Windströmungen über weite Strecken tragen lassen. Die in Mitteleuropa weit verbreitete Gemeine Florfliege (Chrysoperla carnea) verfärbt sich im Herbst braun und überwintert als adultes Tier. Erst im Frühjahr ändert sich die Farbe wieder zu grün. Die Larven, auch Blattlauslöwen genannt, sind wertvolle Nützlinge im Garten, weil sie sich von Blattläusen ernähren. Dafür injizieren sie ein Verdauungssekret in ihre Beute, das diese in kurzer Zeit von innen auflöst. Danach werden die Blattläuse ausgesaugt, wobei die leeren Hüllen teilweise sogar als Tarnung genutzt werden. Die adulten Tiere ernähren sich von Pollen, Nektar und Honigtau.
Praxistipps
- Florfliegenlarven gehören zusammen mit Marienkäfern, Schwebfliegenlarven und den Blattlauswespen, einer Schlupfwespen-Familie, zu den wichtigsten Regulatoren von Blattlauspopulationen.
- Auf Insektizide verzichten: Sie dezimieren insbesondere im Frühling die Florfliegenpopulationen!
- Für Überwinterungsorte sorgen: Die Gemeine Florfliege (Chrysoperla carnea) überwintert als adultes Tier im immergrünen Efeu, in der Laubschicht, unter Baumrinden oder in Gebäuden.
- Für ein breites Angebot an Pollen und Nektar sorgen.
- Wildpflanzen zur Verfügung stellen, die im Frühling gerne von Blattläusen befallen werden, z.B. Holunder oder Ampfern.
