Tagpfauenauge
Zusammenfassung
- Das Tagpfauenauge ist ein unverwechselbarer Schmetterling.
- Die Raupen ernähren sich ausschliesslich von Brennnesseln.
- Die Schmetterlinge brauchen Nektar: besonders wichtig ist die Sal-Weide im Frühjahr.
- Sie überwintern an geschützten Orten wie Holzbeigen.
Kurzbeschreibung
Das Tagpfauenauge ist ein unverwechselbarer Schmetterling: Die auffällige Färbung der Oberseite seiner Flügel soll Fressfeinde abschrecken, indem es ihnen die Augen eines grösseren Tieres vorgaukelt. Die Flügelunterseite ist hingegen unauffällig, wodurch sich der Schmetterling zugeklappt gut tarnen kann. Die schwarzen, samtigen und weiss-gepunkteten Raupen mit den dornigen Fortsätzen sind echte Spezialisten: sie ernähren sich ausschliesslich von Brennnesseln. Die Raupen leben in Gruppen und überziehen die Brennnesselpflanzen mit einem weissen Gespinst. In einem Jahr gehen zwei Generationen hervor, die erste zwischen Juni und August, die zweite zwischen August und Oktober. Tagpfauenaugen überwintern als Falter an vor Frost geschützten Orten wie in Holzbeigen.
Praxistipps
- Brennnesseln pflanzen und in wenig genutzten Gartenbereichen grosse Brennesselbestände zulassen.
- Mit Brennnesseln fördert man auch viele weitere Tagfalter wie den Admiral, den Kleinen Fuchs, den Distelfalter und den C-Falter.
- Für ein grosses Blütenangebot sorgen. Als Nektarpflanzen besonders geeignet sind im Frühjahr Sal-Weide, Schwarzdorn, und Huflattich, später im Jahr Klee, Brombeeren, Lavendel, Rote Spornblume, Wasserdost, Flockenblumen und Disteln.
- Frühjahrsblüher pflanzen: Für die überwinternden Falter sind Pflanzen wie Sal-Weide, Schwarzdorn und Huflattich überlebenswichtig!
- Tagpfauenaugen sind sehr mobil und haben einen grossen Flächenbedarf: Deshalb mit der Nachbarschaft zusammenarbeiten, um eine schmetterlingsfreundliche Landschaft zu gestalten.
- Holzbeigen an geschützten Stellen als Winterquartiere aufstellen.
- Beim Abbau einer Holzbeige auf überwinternde Falter achten.
