Ohrwürmer
Zusammenfassung
- Ohrwürmer sind keine Würmer, sondern Insekten.
- Sie fressen Blattläuse, aber auch Pflanzen.
- Die Weibchen kümmern sich um den Nachwuchs - eine Seltenheit unter Insekten.
Kurzbeschreibung
Um Ohrwürmer ranken sich viele Legenden. Dabei sind sie weder Würmer, noch haben sie viel mit Ohren zu tun: Dass sie in menschliche Ohren kriechen, das Trommelfell durchbeissen und ihre Eier im Gehirn ablegen, ist bloss eine Schauergeschichte! Der Name geht wahrscheinlich darauf zurück, dass Ohrwürmer in der Antike getrocknet und als Pulver gegen Ohrenleiden verabreicht wurden. Typisch für Ohrwürmer sind die Zangen am Hinterleib, die beim Männchen gebogen und beim Weibchen eher gerade sind. Obwohl Ohrwürmer Fluginsekten sind, haben die meisten Arten ihre Flugfähigkeit im Lauf der Evolution fast ganz verloren. Ohrwürmer sind omnivor, fressen also pflanzliche und tierische Nahrung. Einige Arten gelten als Nützlinge und werden gefördert, da sie sich über Blattlauskolonien hermachen. Doch auch reife Früchte und Beeren werden nicht verschmäht, was bei Weintrauben zum Problem werden kann. Die Weibchen legen ihre Eier im Frühjahr und kümmern sich nach dem Schlüpfen der Larven noch lange um ihren Nachwuchs - ein seltenes Verhalten unter Insekten!
Praxistipps
- Den Ohrwürmern geeignete Verstecke bereitstellen: Das können natürliche Strukturen wie Laub oder Steinmauern sein oder auch künstliche Verstecke wie Tontöpfe, die mit Heu, Moos oder Holzwolle gefüllt werden.
- Ohrwurmnester an Pflanzen befestigen, die häufig von Blattläusen befallen werden, z.B. Obstbäume.
