Rüsselkäfer
Zusammenfassung
- Rüsselkäfer erkennt man meist an ihrem langen Rüssel.
- Sie sind Pflanzenfresser und hinterlassen oft den typischen Randfrass an Blättern.
- Einige Arten sind gefürchtete Schädlinge.
- Die meisten Arten sind harmlos.
Kurzbeschreibung
Jede und jeder hat es schon einmal gesehen: das perfekt runde Loch in der Haselnussschale! Der Urheber ist der Haselnussbohrer (Curculio nucum), ein Vertreter der Familie der Rüsselkäfer. Diese Käferfamilie ist enorm artenreich: Sie umfasst weltweit einige zehntausend Arten und ist damit eine der artenreichsten Tierfamilien überhaupt. Rüsselkäfer haben alle möglichen Habitate erobert; einige seltene Arten leben unterirdisch und sogar unter Wasser. Dabei haben fast alle Rüsselkäfer eines gemeinsam, und zwar, richtig, den Rüssel. Er kann verschieden lang und dick sein und hat sich bei einigen Arten im Laufe der Evolution zurückgebildet, zum Beispiel bei den im Holz lebenden Arten. Alle Rüsselkäfer sind Pflanzenfresser: Im Garten hinterlassen sie oft den typischen Randfrass an hartlaubigen Pflanzen wie Efeu.
Praxistipps
- Jede Pflanze hat einen oder mehrere Arten an Rüsselkäfern, von der sie bevorzugt wird. Als Faustregel gilt also: Je mehr unterschiedliche Pflanzen man im Garten hat, desto mehr Rüsselkäfer werden angelockt.
- Rüsselkäferarten leben in allen Habitaten, je vielfältiger der Garten also ist, desto mehr verschiedene Rüsselkäferarten kann man erwarten.
- Rüsselkäfer sind meist nachts unterwegs und werden oft nur beim gezielten Beobachten entdeckt.
- Auf Laubbläser verzichten.
