Hundert- und Tausendflüsser
Zusammenfassung
- Hundert- und Tausendfüsser sind weder Insekten noch Spinnen, sondern bilden eine eigene Gruppe.
- Hundertfüsser leben räuberisch.
- Tausendfüsser bauen organisches Material ab.
- Hundert- und Tausendfüsser sind Nützlinge im Garten.
Kurzbeschreibung
Tausendfüsser haben in den allermeisten Fällen nicht wirklich tausend Füsse, bzw. Beine. Erst vor kurzem wurde in Australien eine Art mit über 1000 Beinen entdeckt. Die in Europa heimischen Tausendfüsser können bis zu mehreren Hundert Beine haben, das kommt aber auf die Art an und kann sich sogar von Tier zu Tier unterschieden. Tausendfüsser sind wertvoll für den Boden, da sie verrottete Pflanzenbestandteile zu sich nehmen und ihre Ausscheidung gut für die Bodenfruchtbarkeit ist. Im Gegensatz dazu sind Hundertfüsser Räuber und fressen Insekten, Spinnen und andere Kleintiere. Sie haben Beisszangen, mit denen sie ein Gift verabreichen können. Das ist zwar für Menschen nicht gefährlich, unangenehm kann ein Biss aber trotzdem sein. Im Garten sind sie nützlich, da sie andere Insekten im Zaum halten.
Praxistipps
- Einen Komposthaufen anlegen und Falllaub, Steine und Totholz unter Gehölzen liegen lassen: Die nachtaktiven Hundert- und Tausendfüssler brauchen tagsüber Verstecke.
- Auf Laubbläser verzichten.
- Bei anhaltend feuchtem Wetter können Tausendfüsser Pflanzen beschädigen, insbesondere schlecht entwickelte Keimlinge oder überreife Früchte oder Gemüse. Sie deswegen vorbeugend zu bekämpfen ist aber fraglich, da sie zur Bodenfruchtbarkeit beitragen.
