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Schlupfwespen

Zusammenfassung

  • Schlupfwespen sind wertvolle Nützlinge.
  • An Doldenblütlern tanken Schlupfwespen Nektar.
  • Von Schlupfwespen parasitierte Blattläuse (Blattlausmumien) im Garten lassen.

Kurzbeschreibung

Schlupfwespen haben einen prominenten Platz in der Filmgeschichte: Ihr oskarträchtiger Lebenszyklus hat einen Klassiker des Science-Fiction-Horror-Genres inspiriert: Alien! Im gesetzten Garten sind Schlupfwespen jedoch alles andere als unheimliche Wesen aus einer fremden Welt: Sie parasitieren nämlich Blattläuse, Weisse Fliegen und andere Schädlinge, indem sie ihre eigenen Eier in die Schädlinge oder deren Larven ablegen. Einmal geschlüpft, fressen die Schlupfwespen-Larven ihren Wirt von innen her auf. Adulte Schlupfwespen ernähren sich vegetarisch und besuchen vorwiegend Doldenblütler, um Energie in Form von Nektar zu tanken. Erkennbar an ihrem langen Legestachel und der charakteristischen Wespentaille, sind Schlupfwespen für Menschen ungefährlich: Sie haben einen Eilegestachel und keinen Giftstachel.

Praxistipps

  • Blattlauswespen, eine Schlupfwespen-Familie, gehören zusammen mit Florfliegenlarven, Marienkäfern, Schwebfliegenlarven zu den wichtigsten Regulatoren von Blattlauspopulationen. 
  • Auf Insektizide verzichten: Sie dezimieren insbesondere im Frühling die Nützlingspopulationen!
  • Pflanzen Sie Pflanzen, die reichlichen und leicht zugänglichen Nektar produzieren wie Pastinaken, Wilde Möhre, Fenchel und Wiesenkerbel.
  • Belassen Sie parasitierte Insektenmumien (meist schwärzlich verfärbt) an Ort und Stelle, daraus schlüpft die nächste Generation an Schlupfwespen.
  • Wildpflanzen zur Verfügung stellen, die im Frühling gerne von Blattläusen befallen werden, z.B. Holunder oder Ampfern.
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