Kohlweissling
Zusammenfassung
- Kohlweisslinge gehören zu den häufigsten Tagfaltern.
- Es gibt mehrere Arten, die sich sehr ähnlich sind.
- Die Raupen einiger Arten ernähren sich hauptsächlich von angebauten Kohlgewächsen («Chabiswürm»).
- Es sind jedoch nicht alle Arten Schädlinge.
Kurzbeschreibung
Kohlweisslinge sind gefürchtet, denn ihre Raupen ernähren sich hauptsächlich von angebautem Kohl und anderen Kreuzblütlern. Anstatt beim ersten weissen Schmetterling sofort in Panik zu verfallen und mit der chemischen Keule um sich zu schlagen, reicht es im Hobbygarten meistens, Netze über das Gemüse zu spannen und Eier und Raupen von Hand abzusammeln. Denn mit vielen Insektiziden würde man leider auch gleich den Nützlingen unter den Insekten den Garaus machen. Ebenso wirkt eine Mischkultur mit anderen Gemüsesorten wie Tomaten oder Sellerie vorbeugend. In urbanen Gebieten gehören die sehr mobilen Kohlweisslinge zu den häufigsten Tagfaltern. Es kommen mehrere, sehr ähnliche Arten vor, von denen längst nicht alle Schädlinge sind! Die Falter besuchen viele verschiedene Blumen und die Verpuppung findet an Pflanzenstängeln, Mauern oder Steinen statt.
Praxistipps
- Zur Bekämpfung auf mechanische Methoden und Mischkulturen setzen anstatt auf Insektizide.
- Den grössten Schaden richtet meistens die zweite Generation im Juni an. Daher sollten Netze schon vorher angebracht werden.
- Schlupfwespen fördern: Schlupfwespen wie die Kohlweißlings-Schlupfwespe sind natürliche Fressfeind der Raupen.
- An der Immergünen Schleifenblume (Iberis sempervirens), einer beliebten Polsterpflanze, findet man gelegentlich die Raupen des Karstweisslings (Pieris mannii), der nicht als Schädling auftritt.
