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Wiese

Zusammenfassung

  • Wiesen gehören zu den pflanzen- und insektenreichsten Lebensräumen überhaupt.
  • Je steiniger, humus- und nährstoffarmer der Boden und je sonniger der Standort, desto grösser ist der Reichtum an Blumen.
  • Wiesen sind ideal für grosse Gärten und wenig genutzte Anlagen und Gartenbereiche.
  • Jede Wiese muss ein bis drei Mal pro Jahr gemäht werden.
  • Wiesen mit Obstbäumen eignen sich nicht als Magerwiesen.
  • In Randbereichen Krautsäume stehen lassen.

Kurzbeschreibung

Für eine Wiese brauche es Klee, Bienen und Träumerei, schrieb vorausschauend die amerikanische Dichterin Emily Dickinson (1830-1886) zu einer Zeit, als Blumenwiesen noch omnipräsent waren. Tatsächlich träumen heute viele von einer bunten Wiese im eigenen Garten. Doch die Anlage einer Blumenwiese ist alles andere als einfach. Grundsätzlich gilt: Je steiniger, humus- und nährstoffarmer der Boden, desto eher gelingt es, eine blumenreiche Wiese anzulegen. Viele Wiesenblumen keimen langsam und brauchen dafür viel Licht. Auf trockenen, mageren Böden haben sie weniger Konkurrenz durch Gräser und gedeihen deshalb besser. Doch auch Gräser gehören dazu: Sie schützen den Boden vor Erosion, reichern ihn mit Humus an und sind wichtige Raupenfutterpflanzen für Tagfalter. Blumenwiesen, die Bestand haben sollen, brauchen viel Platz und eignen sich deshalb vor allem für grosse, wenig genutzte Gärten. In einem kleinen Garten reichen vielleicht schon etwas Klee, ein paar Bienen und ein wenig Träumerei...

Praxistipps

  • Hausrasen verwandeln sich nicht in Blumenwiesen, wenn man sie nicht mehr mäht.
  • Kleine Flächen mit Wiesenblumen und Gräsern bepflanzen statt ansäen.
  • Eine Blumenwiese braucht vor allem etwas: viel Geduld! Wiesenblumen keinem langsam und die Zusammensetzung der Arten verändert sich in den ersten Jahren stark.
  • Eine Ansaat mit frisch gemähtem Gras und/oder Heublumen (Fruchtstände und Samen) einer nahegelegenen, artenreichen "Spenderwiese" ist die sinnvollste Methode und erst noch günstiger als teures Saatgut. 
  • Der geeignete Schnittzeitpunkt der Spenderwiese ist die Zeit der Samenreife, meist Juni/Juli.
  • Es ist normal, wenn sich im Jahr der Ansaat einjährige Kräuter entwickeln, die sich schon im Boden befunden haben. Wichtig ist, sie zu mähen, wenn die Pflanzen etwa 10 - 15 cm hoch sind, um sie am Versamen zu hindern.
  • In der frisch angesäten Wiese nicht jäten, da sonst Keimlinge von Wiesenblumen mit ausgerissen werden.
  • Wiesen werden ein bis drei Mal pro Jahr gemäht. Dabei sollten Rückzugsstreifen für Insekten stehen gelassen werden.
  • Kleine Flächen von Hand mit der Sense und grössere Flächen mit dem Balkenmäher mähen. Das sind die schonendsten Methoden.
  • Besuchen sie einen Sensekurs, um das richtige Mähen mit der Sense zu lernen.
  • Das Heu auf der Wiese trocken. Wenden und schütteln Sie es, damit es schneller trocknet und sich die Pflanzen versamen können. Kleinere Mengen können im Hauskompost kompostiert werden, grössere Mengen werden im Garten zum Verrotten aufgeschichtet, oder man schenkt es einer Tierhalterhin oder einem Tierhalter.
  • Verzichten Sie ganz auf Dünger und Bewässern ausser bei Wiesen mit Obstbäumen, die nicht in Richtung Magerwiese gepflegt werden sollten. Obstbäume haben einen gewissen Nährstoffbedarf. Anstatt regelmässig zu düngen, kann das Schnittgut um die Bäume herum auch gemulcht werden. Auf die Dauer ist eine gelegentliche Düngung um Obstbäume mit Mist vorteilhaft.
  • Wiesen werden ein bis drei Mal pro Jahr geschnitten: Blumenreiche Fettwiesen (starkwachsend) 2-3 Mal pro Jahr schneiden; 1. Schnitt ab Anfang Juli. Magerwiesen 1-2 Mal pro Jahr schneiden; 1. Schnitt ab Anfang Juli.
     
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