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Wasser

Zusammenfassung

• Gartenteiche bieten vielen verschiedenen Tieren Lebensraum und Zugang zu Wasser.
• Auch temporär mit Wasser gefüllte Mulden und Gräben sind Lebensräume, z. B. für reichblühende Sumpfpflanzen, Insekten und einige Amphibienarten.
• Gartenteiche ohne Fische sind artenreicher.
• Amphibien aussetzen ist gesetzlich verboten.
 

Kurzbeschreibung

«Teiche sind scheusslich! Sie verderben den Garten und reichern ihn mit Mücken und Fröschen an», schrieb einst der Englische Philosoph Francis Bacon (1561-1626) in seinem Essay über Gärten. Tempi passati! In Zeiten des Biodiversitätsverlusts sind Gartenteiche hoch im Kurs. Tatsächlich bieten gekonnt angelegte Teiche wertvollen Lebensraum für Amphibien, sofern diese unbeschadet in den Garten ein- und auswandern können. Doch selbst kleine Teiche mitten im Siedlungsraum werden von Insekten und anderen Kleintieren besiedelt oder versorgen sie mit Wasser und feuchtem Lehm für den Nestbau. Es muss auch nicht zwingend ein Teich sein: Selbst Mulden und Gräben, in denen Regenwasser versickert, sind spannende Lebensräume und beugen ganz nebenbei noch Überschwemmungen vor – allen Unkenrufen zum Trotz!

Praxistipps

  • Lassen Sie sich bezüglich der Teichabdichtung von einem Profi beraten.
  • Kein Humus oder Erde im Teich verwenden, sondern nährstoffarmes Kiesmaterial.
  • Kleine Teiche werden häufig zu tief angelegt. Weiher mit nur wenigen Quadratmetern Fläche sollten höchstens 50 cm tief sein, um eine gute Sauerstoffversorgung zu gewährleisten.
  • Teichfolie am Teichrand im 90°-Winkel einbauen, sonst wird das Wasser aus dem Teich gesaugt.
  • Eine mindestens 1 m breite Pufferzone mit Kies um den Teichrand wirkt dem Eintrag von Nährstoffen entgegen. Sie kann mit Magerwiesen- und Ruderalpflanzen bepflanzt werden.
  • Besonders kleine Gartenteiche zurückhaltend bepflanzen und auf starkwüchsige Wasserpflanzen ganz verzichten.
  • Enten fernhalten, da sie das Wasser mit Nährstoffen anreichern.
  • Flache Ufer bauen damit Tiere, die ins Wasser fallen, wieder herauskriechen können.
  • Dichtbewachsene Ufer sollten gemäht werden, um Verbuschung und Bewaldung vorzubeugen und dem Teich Nährstoffe zu entziehen.
  • Bei kleinen Gartenteichen ist das regelmässige Entfernen von abgestorbenen Pflanzen und Laub ratsam, um Sauerstoffmangel im Winter vorzubeugen.
  • Pflegeeingriffe werden am besten im Spätsommer oder Herbst (September-Oktober) vorgenommen.
  • Vergessen Sie den Landlebensraum der Teichbewohner nicht! Amphibien verbringen einen grossen Teil des Jahres an Land. Die meisten überwintern auch an Land. Wichtige Versteckmöglichkeiten für Jungtiere in der nächsten Umgebung des Teiches sind Holz- und Steinhaufen und Steinplatten.
  • Teiche für Kleinkinder gesichert anlegen.
     
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