Diese Website unterstützt Internet Explorer 11 nicht mehr. Bitte nutzen Sie zur besseren Ansicht und Bedienbarkeit einen aktuelleren Browser wie z.B. Firefox, Chrome

Totholz

Zusammenfassung

  • Totes Holz ist Lebensraum vieler seltener Tierarten.
  • Auch seltene Pilz-, Moos- und Flechtenarten sind auf Totholz angewiesen.
  • Je grösser der Durchmesser und je länger das Totholz, desto wertvoller ist es.
  • Totholz kommt auch an lebenden Bäumen vor, insbesondere an alten Bäumen. Es ist ein Zeichen des natürlichen Alterungsprozesses von Bäumen und kein Krankheitssymptom.
  • Im Garten ist Totholz auch ein spannendes Gestaltungselement und Klettergerüst für Rosen und Kletterpflanzen.

Kurzbeschreibung

«Totgeglaubte leben länger.» Totes Holz steckt voller Leben! Abgestorbene Baumstrünke werden von Vögeln gern als Sitzwarte genutzt. In Baumhöhlen und Astlöcher ziehen Höhlenbrüter und Fledermäuse ein. Totholzpilze spriessen und im Holz bauen zahlreiche Insekten ihre Kinderstuben. Die Larven vieler Käferarten sind auf totes Holz angewiesen und in den Löchern, die die Käfer hinterlassen, bauen Wildbienen ihre Nester. Der Lebensraum Totholz ist in Gärten eher selten, obschon er sehr pflegeleicht und einfach zu realisieren ist. Wird ein Baum gefällt, kann entweder der Wurzelstock inklusive 1-2 m Stammstück an Ort und Stelle stehen gelassen werden oder die Baumstämme können als Gestaltungselement (Sitzbänke, Sitzhocker und Skulpturen) im Garten eingesetzt werden. Danach kann man sich zurücklehnen und den faszinierenden Abbauprozess beobachten!

Praxistipps

  • Beim Fällen eines Baumes den Wurzelstock inklusive 1-2 m Stammstück an Ort und Stelle stehen lassen. Die Ausnahme ist ein Befall durch den parasitischen Hallimasch-Pilz, bei dem Wurzelstöcke von befallenen Bäumen vollständig entfernt werden sollten.
  • Liegende Baumstämme nicht zersägen! Je grösser der Durchmesser und je länger der Stamm, desto wertvoller ist das Totholz.
  • Stehendes Totholz ist wertvoller als liegendes.
  • Für Wildbienen eignen sich besonders besonnte Standorte auf Wiese oder Kies. Schattenlage ist gut für das Pilzwachstum.
  • Totholz kommt auch an lebenden Bäumen vor, insbesondere an alten Bäumen. Es ist ein Zeichen des natürlichen Alterungsprozesses von Bäumen und kein Krankheitssymptom. Tote Äste und Baumhöhlen sollten deshalb toleriert werden. Äste, die ein Sicherheitsrisiko darstellen, einkürzen.
  • Baumhöhlen sind besonders wertvolle Totholzstrukturen. Baumhöhlen künstlich zu verschliessen ist kontraproduktiv, da es die natürliche Wundheilung behindert.
  • Totholz als Gerüst für Wildrosen und Kletterpflanzen verwenden.
     
Möchten Sie die Website zum Home-Bildschirm hinzufügen?
tippen und dann zum Befehl zum Home-Bildschirm hinzufügen nach unten scrollen.