Pflanzenstängel
Zusammenfassung
- In dürren, markhaltigen Pflanzenstängeln nisten Wildbienen.
- Auch solitäre Wespen – wertvolle Nützlinge im Gemüsegarten – nisten in markhaltigen Stängeln.
- Pflanzenstängel werden erst im Jahr nach dem Vertrocknen besiedelt, und die Insekten brauchen ein ganzes weiteres Jahr, um sich zu entwickeln.
- Die Stängel deshalb mehrere Jahre in aufrechter Position im Garten lassen: entweder an Ort und Stelle oder an einem geschützten, sonnigen Standort.
- Verdorrte Pflanzenstängel einkürzen und anbinden.
Kurzbeschreibung
Nicht alle Wildbienen mögen Hotels, einige Bienen bevorzugen Hochhäuser: aufrechte, dürre, markhaltige Pflanzenstängel! Nachdem der Trieb einer geeigneten Pflanze abgestorben ist, werden die Stängel um etwa ein Drittel bis maximal zur Hälfte eingekürzt, damit das Mark für die Insekten zugänglich wird. Einige Wildbienen-Arten nagen sich einen seitlichen Zugang, weshalb es wichtig ist, dass die Stängel aufrecht stehen bleiben. Am einfachsten lässt man die Stängel an Ort und Stelle. Alternativ schneidet man sie bodeneben ab und stellt sie aufrecht an eine geschützte, sonnige Stelle. Sie werden von Mai-Oktober besiedelt, und die Brut verbleibt bis im kommenden Jahr im Stängel. Es braucht also etwas Zeit und Geduld, um diese Insektenhochhäuser angemessen zu bewirtschaften!
Praxistipps
- Dürre Pflanzenstängel sollten über mehrere Jahre in aufrechter Position im Garten stehen gelassen werden. Bindet man sie an und kürzt sie etwas ein, stehen sie stabiler.
- Dürre Pflanzenstängel einkürzen, um das markhaltige Innere zugänglich zu machen.
- Pflanzenstängel an Ort und Stelle stehen lassen oder in aufrechter Position an einem geschützten, sonnigen Ort über mehrere Jahre im Garten lassen. Falls nötig anbinden.
- Dürre Stängel von folgenden Pflanzen sind für Gärten besonders geeignet: Holunder, Brombeeren, Himbeeren, Artischocken, Rosen, Muskateller-Salbei, Königskerzen, Echter Wermut, Färber-Waid und Sonnenblumen.

