Amsel
Zusammenfassung
- Amseln brüten häufig im Garten, z.B. an begrünten Fassaden.
- Sie fressen Insekten und Würmer, die sie im Laubstreu, Rasen und Beet ergattern.
- Amseln tragen zur Verbreitung von Gehölzen bei.
- Die Amseln singt (fast) so schön wie eine Nachtigal.
Kurzbeschreibung
Die Amsel ist ein typischer Gartenvogel. Die pechschwarzen Männchen mit ihren gelben Schnäbeln ziehen mit ihrem melodischen Gesang gerne die Aufmerksamkeit auf sich: Zuvorderst auf einem Dachgiebel von weitherum sichtbar, versuchen sie damit Amselweibchen zu beeindrucken. Diese sind mit ihrem dunkelbraunen Gefiederkleid eher unscheinbar, brüten aber gerne in Gärten, wo sie zwischen März und Juli zwei- bis dreimal Nachwuchs aufziehen. Die Amsel ist ein sogenannter Standvogel, verbringt also im Gegensatz zu einem Zugvogel das ganze Jahr in unseren Breitengraden. Ursprünglich in Wäldern lebend, hat die Art den Siedlungsraum regelrecht erobert und kommt in eigenständigen, städtischen Populationen vor – nicht immer zur Freude der Gärtnerinnen und Gärtner: Denn Amseln wühlen im lockeren Gartenboden und Laubstreu nach Insekten und Würmern und haben dabei schon manchem Setz- und Keimling den Garaus gemacht. Die Entschädigung erfolgt jedoch schon bald: Amseln fressen auch Beeren und Früchte von Wildsträuchern, die ausserhalb des Gartens wachsen, und scheiden deren Samen danach im Garten aus. Und unter ihren Lieblingsplätzen wächst schon bald eine Wildhecke heran!
Praxistipps
- Fördern Sie Würmer und Insekten, indem Sie Beete mulchen und Laub unter den Gehölzen verrotten lassen.
- Pflanzen sie Bäume und Sträucher mit Fruchtbehang.
- Begrünen Sie Gebäude mit Kletterpflanzen und Spalieren und pflanzen Sie dichte Hecken, um genügend Schutz für den Nestbau anzubieten.
- Amseln bringen Wildsträucher in den Garten, indem sie deren Samen im Garten ausscheiden, typischerweise unter Sitzwarten. Die Samen keimen und die daraus gedeihenden Jungpflanzen können an einen geeigneten Ort verpflanzt werden.
