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Hecken und Gehölze

Zusammenfassung

  • Hecken sind artenreiche Lebensräume und wichtige Wanderwege für Wildtiere und Insekten.
  • In Gärten unterteilen Hecken grössere Flächen und bieten Sichtschutz.
  • Wildhecken bestehen aus verschiedenen einheimischen Straucharten.
  • Wildhecken werden nach dem Prinzip «Oben licht, unten dicht.» gepflegt und regelmässig zurückgeschnitten.
  • Besonders starkwüchsige Straucharten müssen hin- und wieder ganz zurückgeschnitten werden.

Kurzbeschreibung

Beim Betrachten einer Hecke könnte man Mani Matter (1936-1972) frei zitieren: «Ä Waudrand ohni Waud isch nüt angers als ä Läbhag.» Denn Hecken, auch Lebhäge genannt, sind vegetationstechnisch nichts anderes als ein doppelter Waldrand ohne Wald. In der freien Landschaft sind Hecken regelrechte Lebensadern: Sie unterbrechen und verbinden zugleich Felder, Wälder und Wiesen. In Gärten eignen sich freiwachsende Hecken hervorragend als Sichtschutz oder zur Unterteilung von Gartenbereichen. Und die Tier- und Pflanzenwelt dankt: zahlreiche Vögel finden Deckung, Singwarten, Balzplätze und Nahrung. Igel, Spitzmäuse und Amphibien verstecken sich unter den Asthaufen, die vom letztjährigen Winterschnitt übrig geblieben sind. Unzählige wirbellose Tiere tummeln sich im verrottenden Laub. Auf der Sonnenseite wärmen sich Eidechsen im Lesesteinhaufen, und unzählige Insekten tanken Nektar und sammeln Pollen im reich blühenden Krautsaum.

Praxistipps

  • Günstige Pflanzzeiten für laubabwerfende Gehölze sind Februar bis März und nach dem Laubabfall Oktober bis November.
  • Lokales Pflanzgut aus der nächsten Forstbaumschule ist ökologisch am sinnvollsten und am billigsten. Forstgehölze sind zwar häufig etwas kleiner, wachsen dafür aber besonders gut und schnell an.
  • Die Sträucher sollten so gepflanzt werden, dass in der Mitte diejenigen Arten stehen, die etwas höher werden.
  • In kleine Gärten kleinwüchsige Arten pflanzen.
  • Nicht zu dicht pflanzen: je nach Wuchsform- und stärke 1-3 m Abstand lassen.
  • Unter Gehölzen den Boden nicht bearbeiten. Werden die frisch gepflanzten Sträucher von der üppigen Krautschicht beschattet, genügt es, diese soweit niederzutrampeln, dass die Triebspitzen der Sträucher wieder im vollen Licht stehen.
  • Unter der Hecke Falllaub verrotten lassen und das Entstehen einer Krautschicht zulassen.
  • Das Schnittgut der Hecken und Gehölze können Sie zu Asthaufen aufschichten.
  • Dornensträucher sind für die Vogelwelt besonders wertvoll.
  • Wildhecken werden nach dem Prinzip «Oben licht, unten dicht.» gepflegt, indem man alle 3 bis 4 Jahre besonders starkwüchsige Arten auslichtet bzw. etwas zurückschneidet.
  • Besonders starkwüchsige Straucharten wie zum Beispiel der Haselstrauch müssen hin- und wieder ganz bis auf Bodennähe abgeschnitten werden. Man nennt das «auf den Stock setzen».
  • Tolerieren Sie entlang der Hecke einen 1-2 m breiten Krautsaum, der alle 1-4 Jahre abschnittsweise geschnitten wird.
  • Beachten Sie Grenzabstände, um Rechtsstreitigkeiten mit Nachbarinnen zu vermeiden oder pflanzen sie gemeinsam eine Hecke.
     
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