Einzelbaum
Zusammenfassung
- Bäume kühlen und schattieren die Umgebung und verbessern so das Klima im Garten.
- Alte Bäume sind regelrechte «Hotspots» der Biodiversität und sollten unbedingt erhalten werden.
- Einzelbäume sind wertvolle Lebensräume für Moose, Pilze und Flechten.
- Totholz und Baumhöhlen belassen, sofern sie kein Sicherheitsrisiko darstellen: Sie sind äusserst wertvolle Baumhabitate.
Kurzbeschreibung
Ein afrikanisches Sprichwort besagt: «Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt.» Die Klimaerwärmung macht es klar: Der Siedlungsraum braucht mehr Bäume. Denn deren Kronen spenden Schatten und kühlen an heissen Sommertagen die Umgebung ab und tragen zur Verbesserung der Lebensqualität bei. Zudem bieten sie Lebensraum für Vögel, Insekten und Spinnen sowie für eine Vielzahl von Flechten, Moosen und Pilzen. Wenn Sie der Natur und sich selbst eine Freude machen möchten, pflanzen Sie einen Hochstamm-Obstbaum! Bei der Standortwahl sollte darauf geachtet werden, dass der Baum genügend Platz zur Verfügung hat. Und da der Apfel ja bekanntlich nicht weit vom Stamm fällt, können Sie schon bald die Früchte Ihrer Arbeit ernten.
Praxistipps
- Kaufen Sie in der Baumschule kleinere Exemplare, diese wachsen besser an als die grossen.
- In der nächsten Forstbaumschule gibt es günstiges Pflanzgut aus der Region.
- Ausser Obstbäumen müssen die meisten Bäume kaum geschnitten werden.
- Wiesen mit Obstbäumen sollten nicht in Richtung Magerwiese gepflegt werden. Obstbäume haben einen gewissen Nährstoffbedarf. Anstatt regelmässig zu düngen, kann das Schnittgut um die Bäume herum auch gemulcht werden. Auf die Dauer ist eine gelegentliche Düngung mit Mist vorteilhaft.
- Beachten Sie Grenzabstände, um Rechtsstreitigkeiten mit Nachbarinnen zu vermeiden oder pflanzen sie gemeinsam einen Baum.
- Totholz und Baumhöhlen tolerieren: Sie sind äusserst wertvolle Baumhabitate. Totholz kommt auch an lebenden Bäumen vor, insbesondere an alten Bäumen. Es ist ein Zeichen des natürlichen Alterungsprozesses von Bäumen und kein Krankheitssymptom. Tote Äste und Baumhöhlen sollten deshalb toleriert werden. Äste, die ein Sicherheitsrisiko darstellen, einkürzen.
- Baumhöhlen sind besonders wertvolle Totholzstrukturen. Baumhöhlen künstlich zu verschliessen ist kontraproduktiv, da es die natürliche Wundheilung behindert.
- Unter Bäumen den Boden nicht bearbeiten.
- Der Wurzelbereich von Bäumen nicht als Ablagefläche oder Deponie benutzen: Das Gewicht belastet die Wurzeln und die Abdeckung verhindert das Durchsickern von Regenwasser.
- Falllaub verrotten lassen und das Entstehen einer Krautschicht zulassen, die alle 1-4 Jahre abschnittsweise gemäht wird.

