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Fledermäuse

Zusammenfassung

  • Viele einheimische Fledermausarten sind vom Aussterben bedroht.
  • Fledermäuse sind für den Menschen harmlos.
  • Tagesquartier beziehen Fledermäuse gerne auf Dachböden, in Fassadenspalten oder speziellen Nistkästen.
  • Im Garten sind Fledermäuse Nützlinge. 
  • Alle einheimischen Fledermausarten stehen unter Schutz.

Kurzbeschreibung

Fledermäuse geniessen einen zwielichtigen Ruf. Bekommt man die scheuen Tiere mal zu Gesicht, punkten die Flatterfreunde nicht gerade mit Glamour und dank ihren blutleckenden, tropischen Verwandten werden sie zu Unrecht gefürchtet. Glücklicherweise hat Batman das Image der Fledermäuse etwas aufgebessert, denn die Tiere sind spannende und nützliche Besucher im Siedlungsraum. Hier bilden sie an alten Gebäuden häufig ihre Kolonien. Daneben leben Fledermäuse in verschiedenen Lebensräumen im Tiefland: dazu gehören lichte Wälder, Hecken, Obstgärten, Parks sowie Tümpel- und Seeufer. Als einzige Säugetiergruppe können Fledermäuse aktiv fliegen. Im Gegensatz zu Batman jagen sie nachts aber keine Bösewichte, sondern Insekten, wie Mücken, Motten und Käfer. Tagsüber verstecken sich die Tiere in ihren Tagesschlafquartieren auf Dachböden, in Spalten von Gebäuden, Baumhöhlen oder Nistkästen. Dort verbringen sie kopfüber die hellen Stunden und warten, bis sie im Schutz der Dunkelheit den Insekten Furcht und Schrecken einjagen können.

Praxistipps

  • Locken Sie mit pollen- und blütenreichen Pflanzen Insekten in ihren Garten, besonders in der Nacht blühende Pflanzen für Nachtfalter. Damit bieten Sie besonders attraktive Jagdgründe für Fledermäuse.
  • Bieten Sie Tagesverstecke an indem Sie einen geeigneten Dachboden oder Spalten in der Fassade ungestört lassen oder Nistkästen aufhängen.
  • Sorgen Sie für die nötige Schauerstimmung. Verzichten Sie auf die nächtliche Beleuchtung der Fledermausquartiere und der Jagdgebiete, sonst verschlafen die Tiere ihre Jagdzeit.
  • Kleine Kothäufchen unter allfälligen Fledermausquartieren verraten Ihnen, ob Sie Gäste haben.
  • Informieren Sie sich bei der Stiftung Fledermausschutz Schweiz über geeignete Bauanleitungen für Nisthilfen oder Modelle im Handel.
  • Achten Sie darauf, dass die Nisthilfe frei anfliegbar ist und nicht beispielsweise von Bäumen verdeckt wird. Zudem sollte die Nisthilfe nachts nicht beleuchtet sein.
  • Fledermauskästen brauchen keine Pflege.
  • Die Kothaufen der Fledermäuse sind sehr nährstoffreich. Stellen Sie einen Pflanzentopf unter die Nisthilfe und profitieren Sie von der organischen Düngung.
  • Fledermäuse nur wenn nötig und immer nur mit Handschuhen anfassen. Fledermäuse sind Wildtiere und können zubeissen, wobei Krankheiten übertragen werden können.
  • Im Winter brauchen aufgefundene Fledermäuse Hilfe und sollten nicht fliegen gelassen werden.(Fledermausschutz-Nottelefon: 079 330 60 60).
  • Fledermäuse halten sich im Winter gerne in Holzbeigen auf! Sehr gut eignen sich vor Wind, Regen und Schnee geschützte Standorte wie beispielsweise an einer Hausmauer, unter einem Vordach, einem Balkon oder einem Treppenaufgang.
  • Halten sich in Ihrer Holzbeige Fledermäuse auf, sollte diese nicht in einem Winter aufgebraucht werden: Bis April einen grösseren Stapel stehen lassen.
  • Auch kleine Holzbeigen auf Balkonen können als Winterquartier dienen, sofern kein Holz entfernt wird.
  • In der Holzbeige nicht nach Fledermäusen suchen! Fledermäuse im Winterschlaf sollten nicht gestört werden, da jede Störung für die Tiere ein Energieverlust bedeutet, der ihnen das Leben kosten könnte.
  • Lassen Sie sich von einer Fachstelle beraten, wenn Sie Fragen zum Fledermausschutz haben.
     
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