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Kulturpflanzen

Zusammenfassung

  • Kulturpflanzen sind Zier- und Nutzpflanzen, die vom Menschen gezüchtet und erhalten werden.
  • Mit dem Anbau von alten und seltenen Sorten leistet man einen Beitrag zur Erhaltung der genetischen Vielfalt.
  • Viele Kulturpflanzen sind auch für die Tierwelt wertvoll.
  • Auf invasive Neophyten verzichten.

Kurzbeschreibung

Kulturpflanzen ist der Überbegriff für alle Pflanzen, die vom Menschen gezüchtet, vermehrt und erhalten werden. Kulturpflanzen unterscheiden sich in vielen Punkten von ihren wilden Verwandten: z.B. sind sie häufig grösser, produzieren weniger Samen und haben ihren natürlichen Ausbreitungsmechanismus sowie den Schutz gegen das Gefressenwerden verloren. Um zu überleben, müssen sie also immer wieder angebaut werden. Im Laufe der Jahrhunderte ist bei Zier- und Nutzpflanzen eine grosse Sortenvielfalt entstanden, die uns eigentlich viel Abwechslung in Küche und Garten bescheren würde! Viele dieser alten Sorten werden jedoch kaum mehr angebaut, da sie schlecht in die moderne Landwirtschaft und zu den Konsumgewohnheiten der meisten Menschen passen. Im Hobbygarten, wo Geschmack häufig mehr zählt als Ertrag und Haltbarkeit, haben sie aber durchaus ihren Platz. Und mit ihrem Anbau leistet man selbst im kleinen Garten einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der genetischen Vielfalt!

Praxistipps

  • Bei Gemüsen, Obst und Beeren viele verschiedene Sorten anbauen. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass man immer etwas ernten kann, und bringt Abwechslung in die Küche.
  • Bei alten Obstbäumen und Beerensträucher die Sorte bestimmen lassen: vielleicht handelt es sich ja um eine seltene alte Sorte!
  • Viele Kulturpflanzen sind wertvoll für die Tierwelt: Zum Beispiel erweitern sie das Nahrungsangebot für blütenbesuchende Insekten, besonders im Frühling und im Herbst.
  • Wertvolle Kulturpflanzen für blütenbesuchende Insekten im Frühling sind Obstbäume, Beeren und nicht geerntete, aufgeschossene Kohl- und Salatpflanzen.
  • Wertvolle Kulturpflanzen für blütenbesuchende Insekten im Spätsommer und im Herbst sind Purpur-Sonnenhut (Echinacea purpurea), Grosse Fetthenne, Mannstreu, Kugeldisteln sowie Berg- und Katzenminzen.
  • Ausserdem sind praktisch alle blühenden, aromatischen Küchenkräuter wertvoll, also Salbei, Lavendel, Oregano, Pfefferminze, Schnittlauch und Petersilie!
  • Auf invasive Neophyten verzichten: Sie schaden insgesamt mehr, als sie nützen! Ausserdem kann man sie leicht mit nicht-invasive Arten ersetzen. Der Anbau einiger invasiver Neophyten, wie z.B. der Goldrute, ist sogar gesetzlich verboten!
     
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