Trockenmauer
Zusammenfassung
- Trockenmauern sind kulturhistorisch wertvoll.
- Nur Trockenmauern mit Nischen bieten vielen Tieren Lebensraum.
- Mauerkronen als Pflanzenstandort nutzen.
- Mauern aus Recycling-Steinen sind originell und kostengünstig.
Kurzbeschreibung
Gesellschaftlich gesehen ist es besser Mauern einzureissen als zu errichten. Hätten Trump und Chruschtschow mehr in Mauern in ihren Gärten investiert, wäre nicht nur für die Gesellschaft, sondern auch für die Ökologie mehr Positives dabei rausgekommen. Denn Terrassen und Trockenmauern bieten einen vielseitigen Lebensraum für die unterschiedlichsten Arten. Die Zwischenräume in den Trockenmauern beherbergen Gehäuseschnecken, Spinnen, Eidechsen und sogar Vögel. Auch Pflanzen, Moose und Flechten, die natürlicherweise an Felsen wachsen, fühlen sich wohl. Beim Bau einer Trockenmauer ist wichtig, dass eher grobe Steine verwendet werden, denn diese bieten viel mehr Nischen als Mauern mit genau zugerichteten Steinen. Bezüglich dem Standort bieten sonnige und schattige Lagen zugleich spannende Lebensräume. Fachgerecht gebaute Trockenmauern sind zudem über Jahrzehnte stabil und können leicht repartiert werden. Mauern in der Politik gehören abgeschafft, Mauern in Gärten jedoch errichtet. Also worauf warten Sie noch? Put another brick in that wall!
Praxistipps
- Besuchen Sie einen Trockenmauer-Kurs, um das Handwerk vom Profi zu lernen.
- Mauern breiter als nötig bauen und grosszügig mit groben Steinen hinterfüllen, um den Lebensraum zu vergrössern.
- Aus groben Steinen gebaute Mauern sind besonders wertvoll, da sie mehr Nischen haben.
- Mauerpflanzen schon während dem Bau der Mauer pflanzen.
- Mauerkronen sind interessante Pflanzen-Standorte und sollten deshalb nicht komplett abgedeckt werden.
- Aus gebrauchten Natur- und Kunststeinen lassen sich billig stabile und einzigartige Trockenmauern bauen.
- Nur dringende Pflege- und Reparaturarbeiten durchführen.

