Bergmolch
Zusammenfassung
- Bergmolche besiedeln fischfreie und pflanzenreiche Gartenteiche.
- Sie brauchen auch Lebensraum an Land.
- Es ist normal, dass Bergmolche Forschlaich fressen.
- Bergmolche stehen unter Schutz.
Kurzbeschreibung
Gut erkennbar an seinem leuchtend orangen Bauch, ist der Bergmolch ein auffallender Teichbewohner. Bergmolche sind sehr anpassungsfähig und leben in Wäldern, Kulturlandschaften oder Gärten bis ins weit ins Stadtgebiet hinein, sofern ein fischfreier Teich mit untergetauchten Wasserpflanzen vorhanden ist. Den Jahresbeginn verschlafen Bergmolche, denn sie überwintern von November bis Februar in einem feuchten, geschützten Unterschlupf wie zum Beispiel in Erdspalten, Steinhaufen, unter Brettern und Totholz oder im Laubstreu einer dichten Krautschicht. Kulinarisch gesehen ist der Bergmolch ein echter Feinschmecker: Am liebsten frisst er Frosch-Kaviar! Aber auch Insekten, Schnecken und Würmer stehen regelmässig auf dem Speiseplan. Die erfolgreiche Fortpflanzung von Bergmolchen lässt sich an zusammengeklebten Blättern von Wasserpflanzen, an denen die Eier abgelegt sind, erkennen. In der ersten Jahreshälfte vorwiegend im Wasser, erkunden Bergmolche später auch gerne die nähere Umgebung an Land und profitieren dabei von naturnahen Gärten, die reich an Verstecken und wirbellosen Tieren sind.
Praxistipps
- Molche brauchen nicht nur einen Teich, sondern auch einen geeigneten Landlebensraum. Legen Sie deshalb Ast- und Steinhaufen oder andere feuchte Versteckmöglichkeiten in der Nähe des Teiches an.
- Lassen Sie um den Teich einen dichten Krautsaum stehen, der nur alle 1-4 Jahre abschnittweise gemäht wird. Lassen Sie unter Gehölzen eine dichte Krautschicht gedeihen und verzichten Sie auf das Lauben.
- Die beste Zeit für Pflegemassnahmen am Teich ist der Frühherbst, da sind kaum Amphibien anzutreffen.
- Bergmolche stehen wie alle Amphibien unter Schutz und dürfen nicht aus der Natur in den Garten gebracht werden.
- Lassen Sie sich von einer Fachstelle beraten, wenn Sie Fragen zum Amphibienschutz haben.
